Anliegen

Lernen in Beziehung zwischen Mensch und Planet

Bureaucracies and public institutions play a significant role in shaping policies and implementing practices that have far-reaching impacts on society and the environment. Our work contributes to connecting short-term crisis responses with long-term systemic changes, prioritising regeneration and resilience in decision-making processes.

Lernen als öffentliche Fähigkeit

Lernen ist für uns mehr als Bildung. Es bedeutet, Erfahrungen ernst zu nehmen, vertraute Annahmen zu hinterfragen und das eigene Handeln an neue Bedingungen anzupassen – in Teams, Organisationen, Gemeinschaften und der Gesellschaft.

Diese Fähigkeit gewinnt an Bedeutung, weil ökologische, gesellschaftliche, politische und technologische Veränderungen zunehmend zusammenwirken. Sie verlangen, dass wir schneller verstehen, gemeinsam lernen und unser Handeln immer wieder neu ausrichten.

Uns interessiert deshalb, wie Gemeinschaften und Institutionen schnell genug lernen können, um auf Störungen zu reagieren; tief genug, um grundlegende Annahmen zu verändern; gemeinsam genug, um über Unterschiede hinweg zu handeln; und verantwortlich genug, um ihre sozialen und ökologischen Lebensgrundlagen zu erhalten und zu erneuern.

Unser Lernverständnis

Lernen ist kognitiv, relational, körperlich, gesellschaftlich und ökologisch. Es findet in Organisationen und Gemeinschaften, in Entscheidungsprozessen und öffentlicher Kultur, in Werten, Beziehungen und Infrastrukturen statt.

Es zeigt sich darin, wie wir auf Brüche reagieren, mit Unwissen umgehen, Verantwortung verteilen und uns vorstellen, was als Nächstes möglich werden kann.

Welche Zukünfte entstehen, hängt deshalb auch von der Qualität der Beziehungen ab, die wir gestalten: zwischen Intelligenz und Fürsorge, Innovation und verantwortlicher Pflege, Entscheidung und Legitimität, menschlichen und lebendigen Systemen sowie lokaler Praxis und planetarer Verantwortung.

Wofür wir da sind

nextlearning wurde gegründet, um gesellschaftliche Lern- und Handlungsfähigkeit im 21. Jahrhundert aktiv mitzugestalten.

Dafür entwickeln wir ein verbundenes Portfolio von Initiativen. Im Austausch mit öffentlichen Institutionen, Forschung, Zivilgesellschaft und internationalen Netzwerken arbeiten sie an tragfähigen Bedingungen für Orientierung, Kooperation, Wertbildung, Lernen und verantwortliches Entscheiden.

Jede Initiative übernimmt darin eine eigene Funktion. Manche schaffen Orientierung und erweitern gesellschaftliche Vorstellungskraft. Andere verbinden Institutionen und Zivilgesellschaft, übersetzen Werte in tragfähige wirtschaftliche Modelle, organisieren Lernen über bestehende Grenzen hinweg oder stärken Entscheidungen unter Unsicherheit.

Gemeinsam bilden sie eine wachsende Infrastruktur für kollektive Zukünfte: eine Infrastruktur, die Veränderungen aufnehmen und aus Erschütterungen Lernen, Koordination und Erneuerung entstehen lassen kann.

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Tiefere Ausrichtung

Welche Zukünfte möglich werden, hängt von unserem Wissen ebenso ab wie von unserem Umgang mit Unwissen, von der Art, wie wir lernen und miteinander in Beziehung treten, und von den Formen des Lebens, denen unsere Systeme dienen.

Deshalb richten wir unsere Arbeit darauf aus, menschliches Handeln mit den lebendigen Grundlagen eines sich rasant verändernden Planeten in Einklang zu bringen. Wir entwickeln Ansätze, die Menschen und Institutionen befähigen, mit Urteilsvermögen, Verantwortung und Fürsorge zu handeln.

Wie können Menschen und Institutionen in tiefgreifenden Übergängen gemeinsam lernen, entscheiden und handeln – so, dass demokratische Handlungsfähigkeit wächst und die lebendigen Grundlagen unseres Handelns erhalten und erneuert werden?